Symbolbild zur Praxisübung: Orientierung im Sitzen: Blick und kleine Kopfbewegungen verbinden

Orientierung im Sitzen: Blick und kleine Kopfbewegungen verbinden

Ein ruhiges Alltagsangebot zur Orientierung im vertrauten Raum

Praxisartikel · Grundlagen für Sozialbetreuungsausbildungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Die Person orientiert sich aus einer sicheren Sitzposition zu zwei vertrauten Punkten, etwa Tür und Fenster. Das Angebot ist bewusst kurz und unterscheidet sich von einem Balance-Parcours oder Stuhltanz. Du lernst, räumliche Orientierung zu begleiten und Beschwerden sofort ernst zu nehmen.

Fachliche Einordnung

Gleichgewicht beruht auf dem Zusammenwirken vestibulärer, visueller und körperbezogener Informationen (NIDCD, o. J., Balance Disorders). Kleine aktive Kopfbewegungen verändern vestibuläre Signale; zugleich helfen Blick und Sitzkontakt. Dieses Alltagsangebot ist keine vestibuläre Rehabilitation und kein Schwindeltest.

Zielgruppe und Planung

Gedacht für Erwachsene und ältere Menschen in der Sozialbetreuung, die Interesse am Angebot zeigen. Bei Unterstützungsbedarf werden Kommunikation, Tagesform und individuelle Vorgaben vorab berücksichtigt. Einstieg im Einzelsetting; beim Gesprächsangebot sind zwei bis vier Personen möglich.

Planungsübersicht
WahrnehmungsbereichVestibuläres System
Orientierungsdauer3–5 Minuten; jederzeit kürzer möglich
MaterialStabiler Stuhl mit Rückenlehne und bei Bedarf Armlehnen, zwei vertraute Orientierungspunkte im Raum.
Konkretes ZielDie Person wählt einen Orientierungspunkt und richtet Blick beziehungsweise Kopf nur im angenehm möglichen Umfang selbst dorthin.

Vorbereitung

Bei aktuellem Schwindel, ungeklärten Gleichgewichtsproblemen, Nackenbeschwerden oder entsprechenden medizinischen Einschränkungen keine Kopfbewegungsübung anbieten. Kläre die Eignung im Team. Füße und Rücken sollen passend unterstützt sein; niemand steht während der Übung auf.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Frage, ob die Person sich kurz gemeinsam im Raum orientieren möchte. Benenne zwei vertraute, gut sichtbare Punkte in geringer seitlicher Entfernung.

  2. Beginne mit dem Blick geradeaus. Die Person sucht auf Wunsch einen Punkt mit den Augen und kann den Kopf langsam ein wenig mitdrehen.

  3. Lasse sie in ihrer eigenen Geschwindigkeit zur angenehmen Ausgangsposition zurückkehren. Keine Endstellung oder feste Wiederholungszahl vorgeben.

  4. Frage nach dem Befinden. Nur bei Wohlbefinden und Wunsch kann der zweite Punkt betrachtet werden. Eine einzige Bewegung kann genügen.

  5. Schließe in ruhiger Sitzposition ab. Nicht unmittelbar anschließend zum Aufstehen auffordern; weiteres Vorgehen richtet sich nach dem individuellen Unterstützungsbedarf.

Anpassungen und Sicherheit

Passend zur Person gestalten

Bei ausgeschlossener Kopfbewegung kann ein reines Gespräch über sichtbare Orientierungspunkte stattfinden. Das ist eine visuelle Alternative und wird nicht als vestibuläre Übung bezeichnet. Bei geringer Ausdauer nur einen Punkt nutzen.

Beobachtung und Reflexion

Erfasse gewählten Punkt, selbst gewählten Bewegungsumfang und Wohlbefinden. Keine Aussage wie „Gleichgewicht verbessert“ aus einer einzelnen Einheit ableiten. Beschwerdefreiheit wird vor jeder Fortsetzung neu erfragt.

Frage abschließend, ob das Angebot wiederholt werden soll. Unterscheide im Team zwischen dem, was du gesehen oder gehört hast, und deiner Interpretation. Eine gelungene Einheit kann auch darin bestehen, eine Grenze erkannt und respektiert zu haben.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder können hier ausgefüllt und über die Druckfunktion des Browsers gedruckt werden. Es gibt keinen Absendevorgang und keine Speicherung durch dieses Formular; beim Neuladen können Eingaben verloren gehen. Verwende Kürzel statt identifizierender Bewohnerdaten.

Zusammenfassung

  • Schwerpunkt: Vestibuläres System; weitere Sinne können beteiligt sein.
  • Die Person wählt einen Orientierungspunkt und richtet Blick beziehungsweise Kopf nur im angenehm möglichen Umfang selbst dorthin.
  • Beobachtungen konkret festhalten, Grenzen respektieren und das nächste Angebot gemeinsam anpassen.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen stützen die fachlichen Grundlagen. Ablauf und Umsetzungsvorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirksamkeit dieser Übung wird nicht behauptet. Lehrplanbezug: individuelle, zielgruppengerechte Aktivierungsangebote und Reflexion.

  • BMBWF (2018): Schule für Sozialbetreuungsberufe – Organisationsstatut, Neufassung 2018. Erlass vom 5.6.2018, BMBWF-21.635/0006-BS/5/2018, MVBl. Nr. 30/2018, S. 17: Aktivierung und kreativer Ausdruck. Der Redaktion bereitgestellte Lehrplanfassung.
  • NIDCD: Balance Disorders. Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 23. Oktober 2026. Titelbild: KI-generierte Symbolillustration. Keine Darstellung realer betreuter Personen.

Wissen überprüfen

Während des Angebots tritt Schwindel auf. Was tust du?

Richtig. Schwindel wird nicht als erwünschter Trainingsreiz genutzt. Dieses Angebot ist keine Schwindeltherapie. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Schwindel wird nicht als erwünschter Trainingsreiz genutzt. Dieses Angebot ist keine Schwindeltherapie. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Schwindel wird nicht als erwünschter Trainingsreiz genutzt. Dieses Angebot ist keine Schwindeltherapie. Ablauf nachlesen

Welche Dokumentation ist fachlich am besten nachvollziehbar?

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Zwei Single-Choice-Fragen · ohne Registrierung oder Speicherung der Antworten. Wähle eine andere Antwort, um den Selbsttest zu wiederholen.

Symbolbild zur Praxisübung: Kraft bewusst dosieren: ein Handtuch falten und glattstreichen

Kraft bewusst dosieren: ein Handtuch falten und glattstreichen

Eine vertraute Alltagstätigkeit mit Aufmerksamkeit für Bewegung und Druck

Praxisartikel · Grundlagen für Sozialbetreuungsausbildungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Beim Falten und Glattstreichen eines Handtuchs kann die Person die eigene Bewegung und den eingesetzten Druck bewusst wahrnehmen. Anders als bei einer Gleichgewichtsübung steht die Kraftdosierung der Arme und Hände im Mittelpunkt. Du lernst, Bewegung zu ermöglichen, ohne Widerstand oder Leistung vorzugeben.

Fachliche Einordnung

Propriozeptive Informationen aus Muskeln, Sehnen und Gelenken tragen zur Wahrnehmung der Körperstellung und zur Dosierung von Kraft bei (Oxford Health NHS, 2014; Humber NHS, o. J.). Hautkontakt und Sehen wirken mit. Das Angebot isoliert keinen einzelnen Sinn und ist kein Krafttraining.

Zielgruppe und Planung

Gedacht für Erwachsene und ältere Menschen in der Sozialbetreuung, die Interesse am Angebot zeigen. Bei Unterstützungsbedarf werden Kommunikation, Tagesform und individuelle Vorgaben vorab berücksichtigt. Einstieg im Einzelsetting; beim Gesprächsangebot sind zwei bis vier Personen möglich.

Planungsübersicht
WahrnehmungsbereichPropriozeptives System
Orientierungsdauer5–10 Minuten; jederzeit kürzer möglich
MaterialEin leichtes, trockenes Baumwollhandtuch, stabiler Tisch, rutschfeste Unterlage und geeigneter Stuhl.
Konkretes ZielDie Person führt einen selbst gewählten Falt- oder Streichschritt aus und beschreibt oder zeigt, welches Bewegungsausmaß angenehm ist.

Vorbereitung

Beachte bestehende Bewegungsbeschränkungen, Schmerzen und therapeutische Vorgaben. Sorge für eine stabile, unterstützte Sitzposition und erreichbare Tischhöhe. Keine Zusatzgewichte oder schweren Decken verwenden.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Lege das leichte Handtuch offen auf den Tisch. Frage, ob die Person es falten oder nur glattstreichen möchte.

  2. Lasse sie einen vertrauten Bewegungsablauf beginnen. Unterstütze bei Bedarf durch ein Vormachen, ohne die Arme passiv zu bewegen.

  3. Lenke die Aufmerksamkeit mit einer kurzen Frage auf den Druck: „Ist das gerade angenehm oder anstrengend?“ Es gibt keine geforderte Kraftstufe.

  4. Biete eine Pause an. Wenn gewünscht, wird der gleiche Schritt in kleinerem Bewegungsumfang wiederholt. Mehr Druck ist kein Ziel.

  5. Beende, sobald die Person fertig ist oder aufhören möchte. Das gefaltete Handtuch kann einer sinnvollen Alltagstätigkeit dienen.

Anpassungen und Sicherheit

Passend zur Person gestalten

Ein kleineres Tuch und ein einzelner Faltvorgang reduzieren die Anforderung. Bei einseitiger Einschränkung wird nur ein fachlich abgestimmter, schmerzfreier Ablauf genutzt. Die Begleitung stabilisiert bei Bedarf das Material statt den Körper zu führen.

Beobachtung und Reflexion

Dokumentiere selbst ausgeführte Schritte, Pausen und Rückmeldung zur Anstrengung. Die Genauigkeit der Faltung ist nachrangig. Aus dem Ergebnis keine Muskelkraft- oder neurologische Diagnose ableiten.

Frage abschließend, ob das Angebot wiederholt werden soll. Unterscheide im Team zwischen dem, was du gesehen oder gehört hast, und deiner Interpretation. Eine gelungene Einheit kann auch darin bestehen, eine Grenze erkannt und respektiert zu haben.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder können hier ausgefüllt und über die Druckfunktion des Browsers gedruckt werden. Es gibt keinen Absendevorgang und keine Speicherung durch dieses Formular; beim Neuladen können Eingaben verloren gehen. Verwende Kürzel statt identifizierender Bewohnerdaten.

Zusammenfassung

  • Schwerpunkt: Propriozeptives System; weitere Sinne können beteiligt sein.
  • Die Person führt einen selbst gewählten Falt- oder Streichschritt aus und beschreibt oder zeigt, welches Bewegungsausmaß angenehm ist.
  • Beobachtungen konkret festhalten, Grenzen respektieren und das nächste Angebot gemeinsam anpassen.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen stützen die fachlichen Grundlagen. Ablauf und Umsetzungsvorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirksamkeit dieser Übung wird nicht behauptet. Lehrplanbezug: individuelle, zielgruppengerechte Aktivierungsangebote und Reflexion.

  • BMBWF (2018): Schule für Sozialbetreuungsberufe – Organisationsstatut, Neufassung 2018. Erlass vom 5.6.2018, BMBWF-21.635/0006-BS/5/2018, MVBl. Nr. 30/2018, S. 17: Aktivierung und kreativer Ausdruck. Der Redaktion bereitgestellte Lehrplanfassung.
  • Humber NHS: Proprioception. Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).
  • Oxford Health NHS (2014): Sensory Processing. Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 23. Oktober 2026. Titelbild: KI-generierte Symbolillustration. Keine Darstellung realer betreuter Personen.

Wissen überprüfen

Worauf liegt der Schwerpunkt dieses Angebots?

Noch nicht richtig. Die Person steuert die Belastung. Zusatzgewichte oder eine Leistungssteigerung sind nicht vorgesehen. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Die Person steuert die Belastung. Zusatzgewichte oder eine Leistungssteigerung sind nicht vorgesehen. Ablauf nachlesen

Richtig. Die Person steuert die Belastung. Zusatzgewichte oder eine Leistungssteigerung sind nicht vorgesehen. Ablauf nachlesen

Welche Dokumentation ist fachlich am besten nachvollziehbar?

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Zwei Single-Choice-Fragen · ohne Registrierung oder Speicherung der Antworten. Wähle eine andere Antwort, um den Selbsttest zu wiederholen.

Symbolbild zur Praxisübung: Kräuterduft-Wahl: angenehme Düfte selbst bestimmen

Kräuterduft-Wahl: angenehme Düfte selbst bestimmen

Eine freiwillige Duftauswahl mit frischen, bekannten Kräutern

Praxisartikel · Grundlagen für Sozialbetreuungsausbildungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Hier werden keine Düfte erraten und keine Paare gesucht. Die Person wählt, ob ein frischer Kräuterduft angenehm ist und ob sie ihn erneut erleben möchte. Du lernst, Distanz, Reizmenge und Abbruchmöglichkeiten gemeinsam zu steuern.

Fachliche Einordnung

Geruchswahrnehmung kann vermindert oder verändert sein. Ein früher angenehmer Geruch kann später anders erlebt werden (NIDCD, o. J., Smell Disorders). Deshalb werden Vorlieben aktuell erfragt und nicht aus Biografie oder Gewohnheit abgeleitet.

Zielgruppe und Planung

Gedacht für Erwachsene und ältere Menschen in der Sozialbetreuung, die Interesse am Angebot zeigen. Bei Unterstützungsbedarf werden Kommunikation, Tagesform und individuelle Vorgaben vorab berücksichtigt. Einstieg im Einzelsetting; beim Gesprächsangebot sind zwei bis vier Personen möglich.

Planungsübersicht
WahrnehmungsbereichOlfaktorische Wahrnehmung
Orientierungsdauer5–10 Minuten; jederzeit kürzer möglich
MaterialEin bis zwei kleine Töpfe bekannter Küchenkräuter, etwa Basilikum und Rosmarin; Karten für angenehm / neutral / unangenehm.
Konkretes ZielEine selbstbestimmte Entscheidung für oder gegen einen angebotenen Kräuterduft wird erfasst.

Vorbereitung

Erkundige dich nach Allergien, Atemwegsbeschwerden, Duftempfindlichkeit und persönlichen Abneigungen. Verwende keine ätherischen Öle, Duftsprays oder unbekannten Pflanzen. Der Raum bleibt gelüftet; andere Personen werden nicht ungefragt mitbeduftet.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Zeige das Kraut und benenne es. Frage zuerst, ob die Person daran riechen möchte. Ein Nein beendet dieses Angebot.

  2. Stelle den Topf in angenehmer Entfernung auf. Die Person kann ihn selbst näher heranholen; nicht direkt unter die Nase halten.

  3. Lasse einen kurzen Eindruck und anschließend eine Pause. Weder tiefes Einatmen noch wiederholtes Schnuppern einfordern.

  4. Biete eine Bewertungskarte an. Wenn ein zweites Kraut gewünscht ist, erst nach einer duftarmen Pause anbieten; das erste wird weggeräumt.

  5. Notiere die aktuelle Wahl und frage, ob ein späteres Angebot gewünscht ist. Ein Duft wird nicht dauerhaft im Zimmer belassen, ohne dies zu vereinbaren.

Anpassungen und Sicherheit

Passend zur Person gestalten

Ein einziges Kraut reicht aus. Wer keinen Geruch wahrnimmt, kann die Teilnahme beenden oder die Pflanze ansehen; die veränderte Aktivität wird dann nicht als olfaktorischer Erfolg dokumentiert.

Beobachtung und Reflexion

Notiere Pflanze, Abstand, Dauer und konkrete Aussage. „Riecht heute unangenehm“ ist keine Fehlantwort. Neu aufgetretene Geruchsveränderungen werden zur fachlichen Abklärung weitergegeben.

Frage abschließend, ob das Angebot wiederholt werden soll. Unterscheide im Team zwischen dem, was du gesehen oder gehört hast, und deiner Interpretation. Eine gelungene Einheit kann auch darin bestehen, eine Grenze erkannt und respektiert zu haben.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder können hier ausgefüllt und über die Druckfunktion des Browsers gedruckt werden. Es gibt keinen Absendevorgang und keine Speicherung durch dieses Formular; beim Neuladen können Eingaben verloren gehen. Verwende Kürzel statt identifizierender Bewohnerdaten.

Zusammenfassung

  • Schwerpunkt: Olfaktorische Wahrnehmung; weitere Sinne können beteiligt sein.
  • Eine selbstbestimmte Entscheidung für oder gegen einen angebotenen Kräuterduft wird erfasst.
  • Beobachtungen konkret festhalten, Grenzen respektieren und das nächste Angebot gemeinsam anpassen.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen stützen die fachlichen Grundlagen. Ablauf und Umsetzungsvorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirksamkeit dieser Übung wird nicht behauptet. Lehrplanbezug: individuelle, zielgruppengerechte Aktivierungsangebote und Reflexion.

  • BMBWF (2018): Schule für Sozialbetreuungsberufe – Organisationsstatut, Neufassung 2018. Erlass vom 5.6.2018, BMBWF-21.635/0006-BS/5/2018, MVBl. Nr. 30/2018, S. 17: Aktivierung und kreativer Ausdruck. Der Redaktion bereitgestellte Lehrplanfassung.
  • NIDCD: Smell Disorders. Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 23. Oktober 2026. Titelbild: KI-generierte Symbolillustration. Keine Darstellung realer betreuter Personen.

Wissen überprüfen

Ein früher beliebter Kräuterduft wird heute abgelehnt. Was gilt?

Noch nicht richtig. Geruchserleben und Tagesform können sich verändern. Die aktuelle Entscheidung der Person zählt. Ablauf nachlesen

Richtig. Geruchserleben und Tagesform können sich verändern. Die aktuelle Entscheidung der Person zählt. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Geruchserleben und Tagesform können sich verändern. Die aktuelle Entscheidung der Person zählt. Ablauf nachlesen

Welche Dokumentation ist fachlich am besten nachvollziehbar?

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Zwei Single-Choice-Fragen · ohne Registrierung oder Speicherung der Antworten. Wähle eine andere Antwort, um den Selbsttest zu wiederholen.

Symbolbild zur Praxisübung: Bilder in Reihenfolge: einen vertrauten Alltagsschritt sichtbar machen

Bilder in Reihenfolge: einen vertrauten Alltagsschritt sichtbar machen

Eine persönliche Bildfolge als Orientierungshilfe gestalten

Praxisartikel · Grundlagen für Sozialbetreuungsausbildungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Eine persönliche Bildfolge zeigt eine kurze Alltagshandlung, etwa eine Zimmerpflanze gießen: Kanne bereitstellen, gießen, Kanne abstellen. Die Person gestaltet die Folge mit. Du lernst, verständliche Bildinformationen auszuwählen und sie von einer Gedächtnisprüfung zu unterscheiden.

Fachliche Einordnung

Klare, gut erkennbare Zeichen und passende Kontraste unterstützen eine übersichtliche Umgebung (Alzheimer’s Society, o. J.). Die konkrete Bildfolge ist ein didaktischer Vorschlag; ob sie hilfreich ist, wird mit der Person im Alltag erprobt.

Zielgruppe und Planung

Gedacht für Erwachsene und ältere Menschen in der Sozialbetreuung, die Interesse am Angebot zeigen. Bei Unterstützungsbedarf werden Kommunikation, Tagesform und individuelle Vorgaben vorab berücksichtigt. Einstieg im Einzelsetting; beim Gesprächsangebot sind zwei bis vier Personen möglich.

Planungsübersicht
WahrnehmungsbereichVisuelle Wahrnehmung
Orientierungsdauer10–20 Minuten; jederzeit kürzer möglich
MaterialDrei große, klare Fotos einer vertrauten Tätigkeit, feste Unterlage und ablösbare Befestigung.
Konkretes ZielDie Person erkennt mindestens ein vertrautes Handlungsmotiv und beteiligt sich an der Auswahl oder Reihenfolge einer kurzen Bildhilfe.

Vorbereitung

Wähle gemeinsam eine bekannte, sichere Tätigkeit. Nutze eigene oder rechtmäßig verwendbare Fotos ohne unnötige Hintergrunddetails. Personenbezogene Aufnahmen benötigen eine passende Einwilligung. Drei Bilder sind eine Obergrenze für den Einstieg, keine Mindestleistung.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Zeige jedes Foto einzeln und kläre, was die Person darin erkennt. Ein missverständliches Foto wird ersetzt, nicht ausführlich „richtig erklärt“.

  2. Frage: „Was machen wir zuerst?“ Die Person kann legen, zeigen oder auswählen. Bei Bedarf zwei Möglichkeiten anbieten.

  3. Ordne die restlichen Bilder gemeinsam. Andere sinnvolle Abläufe werden besprochen, statt vorschnell als Fehler zu gelten.

  4. Gehe die Tätigkeit anhand der Bilder durch oder führe einen sicheren Schritt gemeinsam aus. Die Bildhilfe bleibt gut sichtbar.

  5. Frage, ob die Folge im Alltag genutzt werden soll und wo sie angebracht werden darf. Vereinbare eine spätere Rückmeldung.

Anpassungen und Sicherheit

Passend zur Person gestalten

Bei geringer Ausdauer ein einzelnes Foto für den nächsten Schritt verwenden. Vertraute reale Gegenstände können abstrakte Bilder ersetzen. Eine Sprach- oder Leseschwierigkeit bedeutet nicht automatisch mangelndes Verständnis.

Beobachtung und Reflexion

Dokumentiere, welche Bilder verstanden wurden und an welcher Stelle Unterstützung nötig war. Beurteile die Brauchbarkeit der Bildhilfe, nicht die Person als „gut“ oder „schlecht“.

Frage abschließend, ob das Angebot wiederholt werden soll. Unterscheide im Team zwischen dem, was du gesehen oder gehört hast, und deiner Interpretation. Eine gelungene Einheit kann auch darin bestehen, eine Grenze erkannt und respektiert zu haben.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder können hier ausgefüllt und über die Druckfunktion des Browsers gedruckt werden. Es gibt keinen Absendevorgang und keine Speicherung durch dieses Formular; beim Neuladen können Eingaben verloren gehen. Verwende Kürzel statt identifizierender Bewohnerdaten.

Zusammenfassung

  • Schwerpunkt: Visuelle Wahrnehmung; weitere Sinne können beteiligt sein.
  • Die Person erkennt mindestens ein vertrautes Handlungsmotiv und beteiligt sich an der Auswahl oder Reihenfolge einer kurzen Bildhilfe.
  • Beobachtungen konkret festhalten, Grenzen respektieren und das nächste Angebot gemeinsam anpassen.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen stützen die fachlichen Grundlagen. Ablauf und Umsetzungsvorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirksamkeit dieser Übung wird nicht behauptet. Lehrplanbezug: individuelle, zielgruppengerechte Aktivierungsangebote und Reflexion.

  • BMBWF (2018): Schule für Sozialbetreuungsberufe – Organisationsstatut, Neufassung 2018. Erlass vom 5.6.2018, BMBWF-21.635/0006-BS/5/2018, MVBl. Nr. 30/2018, S. 17: Aktivierung und kreativer Ausdruck. Der Redaktion bereitgestellte Lehrplanfassung.
  • Alzheimer’s Society: Dementia-friendly environment checklist. Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 23. Oktober 2026. Titelbild: KI-generierte Symbolillustration. Keine Darstellung realer betreuter Personen.

Wissen überprüfen

Ein Foto wird anders verstanden als beabsichtigt. Was hilft?

Richtig. Die Orientierungshilfe wird an die Person angepasst. Missverständliche Darstellungen sind ein Anlass, das Material zu verbessern. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Die Orientierungshilfe wird an die Person angepasst. Missverständliche Darstellungen sind ein Anlass, das Material zu verbessern. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Die Orientierungshilfe wird an die Person angepasst. Missverständliche Darstellungen sind ein Anlass, das Material zu verbessern. Ablauf nachlesen

Welche Dokumentation ist fachlich am besten nachvollziehbar?

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Zwei Single-Choice-Fragen · ohne Registrierung oder Speicherung der Antworten. Wähle eine andere Antwort, um den Selbsttest zu wiederholen.

Symbolbild zur Praxisübung: Kontraste im Alltag: den Tisch gemeinsam übersichtlicher gestalten

Kontraste im Alltag: den Tisch gemeinsam übersichtlicher gestalten

Mit zwei Unterlagen ausprobieren, was sich leichter erkennen lässt

Praxisartikel · Grundlagen für Sozialbetreuungsausbildungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Diese Übung verbindet visuelle Wahrnehmung mit einer konkreten Alltagssituation. Die Person vergleicht zwei Tischgestaltungen und wählt die übersichtlichere. Es geht nicht um ein Farben-Memory oder die Prüfung der Sehschärfe, sondern um eine passende Umgebung.

Fachliche Einordnung

Kontraste können Gegenstände und Orientierungshilfen leichter unterscheidbar machen. Unruhige Muster können bei Demenz verwirren (NHS, o. J., Home environment). Entscheidend ist die individuelle Rückmeldung: Eine kräftige Farbe ist nicht automatisch für jede Person geeignet.

Zielgruppe und Planung

Gedacht für Erwachsene und ältere Menschen in der Sozialbetreuung, die Interesse am Angebot zeigen. Bei Unterstützungsbedarf werden Kommunikation, Tagesform und individuelle Vorgaben vorab berücksichtigt. Einstieg im Einzelsetting; beim Gesprächsangebot sind zwei bis vier Personen möglich.

Planungsübersicht
WahrnehmungsbereichVisuelle Wahrnehmung
Orientierungsdauer10–15 Minuten; jederzeit kürzer möglich
MaterialEin heller Becher, ein Löffel, zwei einfarbige Unterlagen mit unterschiedlicher Helligkeit, gleichmäßige Beleuchtung.
Konkretes ZielDie Person wählt eine Tischunterlage, auf der sie Becher und Löffel angenehmer wahrnimmt oder leichter findet.

Vorbereitung

Brille und gewohnte Hilfsmittel verfügbar halten. Blendung vermeiden. Verwende leere, leichte Gegenstände, damit weder heiße Flüssigkeit noch Verschütten die Aufgabe erschweren. Die Sitzposition bleibt beim Vergleich gleich.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Lege Becher und Löffel auf die erste Unterlage. Frage neutral: „Wie ist das für dich zu erkennen?“

  2. Lasse die Person zeigen oder greifen, wenn sie möchte. Miss keine Reaktionszeit und fordere keine schnelle Leistung.

  3. Tausche nur die Unterlage; Gegenstände, Position und Licht bleiben möglichst gleich. So bleibt der Vergleich nachvollziehbar.

  4. Frage nach der bevorzugten Gestaltung. Bei Unsicherheit kann erneut verglichen werden; „kein Unterschied“ ist eine gültige Antwort.

  5. Vereinbare, ob die gewählte Unterlage im Alltag erprobt werden soll. Die Wirkung wird bei einer späteren Situation erneut erfragt.

Anpassungen und Sicherheit

Passend zur Person gestalten

Bei visueller Überforderung nur einen Gegenstand anbieten. Ein eindeutiger Hell-Dunkel-Unterschied ist oft hilfreicher als viele Farben. Unterstützte Kommunikation kann die Wahl erleichtern.

Beobachtung und Reflexion

Halte Beleuchtung, Unterlage, Gegenstände und Rückmeldung fest. Trenne eine motorische Greifschwierigkeit von einer vermuteten visuellen Schwierigkeit.

Frage abschließend, ob das Angebot wiederholt werden soll. Unterscheide im Team zwischen dem, was du gesehen oder gehört hast, und deiner Interpretation. Eine gelungene Einheit kann auch darin bestehen, eine Grenze erkannt und respektiert zu haben.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder können hier ausgefüllt und über die Druckfunktion des Browsers gedruckt werden. Es gibt keinen Absendevorgang und keine Speicherung durch dieses Formular; beim Neuladen können Eingaben verloren gehen. Verwende Kürzel statt identifizierender Bewohnerdaten.

Zusammenfassung

  • Schwerpunkt: Visuelle Wahrnehmung; weitere Sinne können beteiligt sein.
  • Die Person wählt eine Tischunterlage, auf der sie Becher und Löffel angenehmer wahrnimmt oder leichter findet.
  • Beobachtungen konkret festhalten, Grenzen respektieren und das nächste Angebot gemeinsam anpassen.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen stützen die fachlichen Grundlagen. Ablauf und Umsetzungsvorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirksamkeit dieser Übung wird nicht behauptet. Lehrplanbezug: individuelle, zielgruppengerechte Aktivierungsangebote und Reflexion.

  • BMBWF (2018): Schule für Sozialbetreuungsberufe – Organisationsstatut, Neufassung 2018. Erlass vom 5.6.2018, BMBWF-21.635/0006-BS/5/2018, MVBl. Nr. 30/2018, S. 17: Aktivierung und kreativer Ausdruck. Der Redaktion bereitgestellte Lehrplanfassung.
  • NHS: How to make your home dementia friendly. Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 23. Oktober 2026. Titelbild: KI-generierte Symbolillustration. Keine Darstellung realer betreuter Personen.

Wissen überprüfen

Was sollte sich beim Vergleich möglichst allein verändern?

Noch nicht richtig. Wenn nur die Unterlage verändert wird, lässt sich die Rückmeldung besser auf diese Änderung beziehen. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Wenn nur die Unterlage verändert wird, lässt sich die Rückmeldung besser auf diese Änderung beziehen. Ablauf nachlesen

Richtig. Wenn nur die Unterlage verändert wird, lässt sich die Rückmeldung besser auf diese Änderung beziehen. Ablauf nachlesen

Welche Dokumentation ist fachlich am besten nachvollziehbar?

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Zwei Single-Choice-Fragen · ohne Registrierung oder Speicherung der Antworten. Wähle eine andere Antwort, um den Selbsttest zu wiederholen.

Symbolbild zur Praxisübung: Tastspuren: fühlbare Wege mit den Fingern erkunden

Tastspuren: fühlbare Wege mit den Fingern erkunden

Ein ruhiges Wahrnehmungsangebot mit einer überschaubaren Spur

Praxisartikel · Grundlagen für Sozialbetreuungsausbildungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Bei Tastspuren folgt die Person mit einem Finger oder der Hand einer fühlbaren Linie. Das Angebot unterscheidet sich von einer Tastbox: Der Weg ist offen sichtbar, überschaubar und ohne Suchauftrag. Du lernst, Geschwindigkeit und Berührungsfläche an die Rückmeldung der Person anzupassen.

Fachliche Einordnung

Taktile Informationen entstehen durch Kontakt mit der Haut. Hier steht der Unterschied zwischen Unterlage und erhabener Spur im Vordergrund. Visuelle Kontrolle darf unterstützen; sie muss nicht ausgeschaltet werden. Die Übung ist eine eigenständige didaktische Gestaltung auf Grundlage eines sinnesorientierten Aktivierungsansatzes (NHS, o. J.).

Zielgruppe und Planung

Gedacht für Erwachsene und ältere Menschen in der Sozialbetreuung, die Interesse am Angebot zeigen. Bei Unterstützungsbedarf werden Kommunikation, Tagesform und individuelle Vorgaben vorab berücksichtigt. Einstieg im Einzelsetting; beim Gesprächsangebot sind zwei bis vier Personen möglich.

Planungsübersicht
WahrnehmungsbereichTaktile Wahrnehmung
Orientierungsdauer5–10 Minuten; jederzeit kürzer möglich
MaterialStabile Platte mit einer breiten, weich ummantelten und sicher befestigten Erhebung; rutschfeste Unterlage.
Konkretes ZielDie Person erkundet einen selbst gewählten Abschnitt der Spur und entscheidet, ob sie fortsetzen, wiederholen oder aufhören möchte.

Vorbereitung

Prüfe die Befestigung und alle Kanten. Verwende keine frei liegenden Schnüre, Perlen oder Drahtenden. Lege die Platte so, dass Arm und Schulter entspannt bleiben und die Person sie gut erreicht.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Zeige Anfang und Ende einer kurzen, sanft gebogenen Spur. Erkläre: „Du kannst hier entlangfahren, so weit du möchtest.“

  2. Biete zunächst Kontakt mit einem Finger oder der ganzen Hand an. Die Person wählt; Handschuhe oder Hilfsmittel werden nur passend zum individuellen Bedarf genutzt.

  3. Lasse Zeit zum Erkunden. Kommentiere nicht jede Bewegung und korrigiere kein Abweichen von der Linie.

  4. Frage an einer Pause, ob dieselbe Spur noch einmal gewünscht ist. Eine andere Richtung ist eine Möglichkeit, keine Steigerungspflicht.

  5. Beende mit einer kurzen Rückmeldung zur Oberfläche und zum Tempo. Nimm die Platte erst weg, wenn der Abschluss angekündigt wurde.

Anpassungen und Sicherheit

Passend zur Person gestalten

Eine breite, gerade Spur reduziert Anforderungen. Größerer Kontrast unterstützt das Sehen. Bei Bewegungseinschränkung kann eine kleine Platte nahe am Körper angeboten werden; die Begleitung zieht die Hand nicht über die Spur.

Beobachtung und Reflexion

Erfasse Berührungsart, selbst gewählte Dauer und Unterstützungsbedarf. „Folgt etwa zehn Zentimeter mit dem Zeigefinger“ ist eine Beobachtung; „Konzentration geheilt“ wäre eine unbelegte Bewertung.

Frage abschließend, ob das Angebot wiederholt werden soll. Unterscheide im Team zwischen dem, was du gesehen oder gehört hast, und deiner Interpretation. Eine gelungene Einheit kann auch darin bestehen, eine Grenze erkannt und respektiert zu haben.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder können hier ausgefüllt und über die Druckfunktion des Browsers gedruckt werden. Es gibt keinen Absendevorgang und keine Speicherung durch dieses Formular; beim Neuladen können Eingaben verloren gehen. Verwende Kürzel statt identifizierender Bewohnerdaten.

Zusammenfassung

  • Schwerpunkt: Taktile Wahrnehmung; weitere Sinne können beteiligt sein.
  • Die Person erkundet einen selbst gewählten Abschnitt der Spur und entscheidet, ob sie fortsetzen, wiederholen oder aufhören möchte.
  • Beobachtungen konkret festhalten, Grenzen respektieren und das nächste Angebot gemeinsam anpassen.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen stützen die fachlichen Grundlagen. Ablauf und Umsetzungsvorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirksamkeit dieser Übung wird nicht behauptet. Lehrplanbezug: individuelle, zielgruppengerechte Aktivierungsangebote und Reflexion.

  • BMBWF (2018): Schule für Sozialbetreuungsberufe – Organisationsstatut, Neufassung 2018. Erlass vom 5.6.2018, BMBWF-21.635/0006-BS/5/2018, MVBl. Nr. 30/2018, S. 17: Aktivierung und kreativer Ausdruck. Der Redaktion bereitgestellte Lehrplanfassung.
  • NHS: Activities for dementia. Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 23. Oktober 2026. Titelbild: KI-generierte Symbolillustration. Keine Darstellung realer betreuter Personen.

Wissen überprüfen

Die Person verlässt die vorgegebene Spur. Was ist passend?

Noch nicht richtig. Die Spur ist ein Angebot zur Wahrnehmung, keine Genauigkeitsprüfung. Unterstützung braucht Zustimmung. Ablauf nachlesen

Richtig. Die Spur ist ein Angebot zur Wahrnehmung, keine Genauigkeitsprüfung. Unterstützung braucht Zustimmung. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Die Spur ist ein Angebot zur Wahrnehmung, keine Genauigkeitsprüfung. Unterstützung braucht Zustimmung. Ablauf nachlesen

Welche Dokumentation ist fachlich am besten nachvollziehbar?

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Zwei Single-Choice-Fragen · ohne Registrierung oder Speicherung der Antworten. Wähle eine andere Antwort, um den Selbsttest zu wiederholen.

Symbolbild zur Praxisübung: Stoffcollage: Oberflächen auswählen und ein eigenes Bild gestalten

Stoffcollage: Oberflächen auswählen und ein eigenes Bild gestalten

Gestalten mit fühlbaren Materialien und selbst gewählten Berührungen

Praxisartikel · Grundlagen für Sozialbetreuungsausbildungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Eine Stoffcollage verbindet Tasten mit einer sichtbaren Gestaltung. Anders als beim Tast-Memory geht es weder um Paare noch um verdecktes Erkennen. Du lernst, Materialwahl und Berührung der Person zu überlassen und aus ihren Entscheidungen ein kleines Gestaltungsangebot zu entwickeln.

Fachliche Einordnung

Sinnesbezogene Aktivitäten können auch dann Beteiligung ermöglichen, wenn sprachlicher Austausch schwerer fällt (NHS, o. J., Activities for dementia). Das Berühren der Stoffoberfläche steht im Mittelpunkt; Farbe und Anordnung ergänzen das taktile Angebot.

Zielgruppe und Planung

Gedacht für Erwachsene und ältere Menschen in der Sozialbetreuung, die Interesse am Angebot zeigen. Bei Unterstützungsbedarf werden Kommunikation, Tagesform und individuelle Vorgaben vorab berücksichtigt. Einstieg im Einzelsetting; beim Gesprächsangebot sind zwei bis vier Personen möglich.

Planungsübersicht
WahrnehmungsbereichTaktile Wahrnehmung
Orientierungsdauer15–20 Minuten; jederzeit kürzer möglich
MaterialVier große, saubere Stoffstücke mit unterschiedlichen Oberflächen, rutschfeste Unterlage, feste Pappe; bei Bedarf geeignete Klebestreifen.
Konkretes ZielDie Person wählt mindestens eine angenehme Oberfläche aus oder zeigt eine klare Ablehnung und bestimmt deren Platz auf der Unterlage mit.

Vorbereitung

Biete zunächst nur zwei Materialien an. Wähle große, intakte Stücke ohne lose Fäden, Knöpfe oder Pailletten. Kläre bekannte Hautempfindlichkeiten und die bevorzugte Hand. Frage, ob Berührung gewünscht ist.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Lege die Stoffstücke sichtbar auf den Tisch. Beschreibe kurz, dass daraus ein eigenes Bild entstehen kann und jedes Material abgelehnt werden darf.

  2. Lasse die Person selbst berühren, streichen oder nur ansehen. Du kannst vormachen, führst ihre Hand aber nicht ungefragt.

  3. Frage nach dem bevorzugten Stück und einem Platz auf der Pappe. Eine Wahl durch Blick oder Zeigen genügt.

  4. Ergänze auf Wunsch weitere Stoffe. Fixiere sie erst nach Bestätigung; alternativ bleibt das Bild lose und kann verändert werden.

  5. Betrachte gemeinsam das Ergebnis. Frage, ob es bleiben, fotografiert oder wieder zerlegt werden soll; Bilder nur nach geltenden Einwilligungsregeln erstellen.

Anpassungen und Sicherheit

Passend zur Person gestalten

Bei motorischer Einschränkung hält die Begleitung den Stoff in erreichbarer Position. Bei geringer Reiztoleranz reicht ein einziges Stück. Ein monochromes Bild kann die Oberflächen stärker in den Vordergrund rücken.

Beobachtung und Reflexion

Notiere beobachtbare Entscheidungen: „streicht zweimal über Baumwolle und schiebt Filz weg“. Aus einer einmaligen Reaktion wird keine allgemeine Sensibilitätsdiagnose abgeleitet.

Frage abschließend, ob das Angebot wiederholt werden soll. Unterscheide im Team zwischen dem, was du gesehen oder gehört hast, und deiner Interpretation. Eine gelungene Einheit kann auch darin bestehen, eine Grenze erkannt und respektiert zu haben.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder können hier ausgefüllt und über die Druckfunktion des Browsers gedruckt werden. Es gibt keinen Absendevorgang und keine Speicherung durch dieses Formular; beim Neuladen können Eingaben verloren gehen. Verwende Kürzel statt identifizierender Bewohnerdaten.

Zusammenfassung

  • Schwerpunkt: Taktile Wahrnehmung; weitere Sinne können beteiligt sein.
  • Die Person wählt mindestens eine angenehme Oberfläche aus oder zeigt eine klare Ablehnung und bestimmt deren Platz auf der Unterlage mit.
  • Beobachtungen konkret festhalten, Grenzen respektieren und das nächste Angebot gemeinsam anpassen.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen stützen die fachlichen Grundlagen. Ablauf und Umsetzungsvorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirksamkeit dieser Übung wird nicht behauptet. Lehrplanbezug: individuelle, zielgruppengerechte Aktivierungsangebote und Reflexion.

  • BMBWF (2018): Schule für Sozialbetreuungsberufe – Organisationsstatut, Neufassung 2018. Erlass vom 5.6.2018, BMBWF-21.635/0006-BS/5/2018, MVBl. Nr. 30/2018, S. 17: Aktivierung und kreativer Ausdruck. Der Redaktion bereitgestellte Lehrplanfassung.
  • NHS: Activities for dementia. Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 23. Oktober 2026. Titelbild: KI-generierte Symbolillustration. Keine Darstellung realer betreuter Personen.

Wissen überprüfen

Was unterscheidet die Stoffcollage von einem Tast-Ratespiel?

Richtig. Es gibt kein richtiges Material und kein zu erratendes Lösungswort. Die Gestaltung folgt den Entscheidungen der Person. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Es gibt kein richtiges Material und kein zu erratendes Lösungswort. Die Gestaltung folgt den Entscheidungen der Person. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Es gibt kein richtiges Material und kein zu erratendes Lösungswort. Die Gestaltung folgt den Entscheidungen der Person. Ablauf nachlesen

Welche Dokumentation ist fachlich am besten nachvollziehbar?

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Zwei Single-Choice-Fragen · ohne Registrierung oder Speicherung der Antworten. Wähle eine andere Antwort, um den Selbsttest zu wiederholen.

Symbolbild zur Praxisübung: Mein Genussprofil: Geschmacksvorlieben im Alltag festhalten

Mein Genussprofil: Geschmacksvorlieben im Alltag festhalten

Eine persönliche Auswahlhilfe statt eines Geschmacksratespiels

Praxisartikel · Grundlagen für Sozialbetreuungsausbildungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Bei diesem Angebot muss niemand Lebensmittel erkennen oder Geschmack benennen können. Die Person entscheidet, welche von zwei vertrauten Varianten ihr heute lieber ist. Du lernst, individuelle Vorlieben zu erfragen und von Sicherheitsvorgaben bei Essen und Trinken zu unterscheiden.

Fachliche Einordnung

Geschmack, Geruch und Mundgefühl wirken beim Essen zusammen; die fünf Grundgeschmacksqualitäten sind süß, sauer, salzig, bitter und umami (NIDCD, 2023). Ein Genussprofil bildet eine momentane Vorliebe ab, keine Untersuchung einer Geschmacksstörung.

Zielgruppe und Planung

Gedacht für Erwachsene und ältere Menschen in der Sozialbetreuung, die Interesse am Angebot zeigen. Bei Unterstützungsbedarf werden Kommunikation, Tagesform und individuelle Vorgaben vorab berücksichtigt. Einstieg im Einzelsetting; beim Gesprächsangebot sind zwei bis vier Personen möglich.

Planungsübersicht
WahrnehmungsbereichGustatorische Wahrnehmung
Orientierungsdauer10–15 Minuten; jederzeit kürzer möglich
MaterialZwei bekannte, individuell geeignete Speisen in kleinen Portionen, eigenes sauberes Besteck, Bewertungskarten und Zutatenliste.
Konkretes ZielEine aktuelle Vorliebe oder Ablehnung wird in der eigenen Ausdrucksform der Person erfasst und für die nächste Mahlzeitenplanung nutzbar gemacht.

Vorbereitung

Kläre Allergien, Kostform, Ernährungsvorgaben und sicheren Schluckstatus anhand des bestehenden Versorgungsplans. Nur bereits geeignete Speisen anbieten. Bei ungeklärter Schluckfähigkeit keine Verkostung durchführen; stattdessen anhand von Bildern Vorlieben besprechen.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Zeige beide Speisen und benenne die Zutaten verständlich. Die Person kann eine, beide oder keine auswählen.

  2. Biete nacheinander eine kleine, zur Person passende Portion an. Essen bleibt selbstbestimmt; kein Einführen gegen Widerstand und kein Zeitdruck.

  3. Frage nach dem Schlucken: „Möchtest du davon noch einmal?“ Nutze bei Bedarf Ja-/Nein-Karten. Während des Kauens oder Schluckens keine Gesprächsantwort verlangen.

  4. Halte die Wahl neutral fest. Wenn beide abgelehnt werden, ist dies ebenfalls ein Ergebnis; es wird keine dritte Probe erzwungen.

  5. Besprich, ob die bevorzugte Variante bei einer späteren Mahlzeit erneut angeboten werden darf. Datum und Tagesform ergänzen.

Anpassungen und Sicherheit

Passend zur Person gestalten

Bekannte Speisen in angepasster Konsistenz sind möglich, sofern der Versorgungsplan dies vorsieht. Ein reines Gespräch über Essen kann Teilhabe ermöglichen, ersetzt aber keine beobachtete gustatorische Erfahrung.

Beobachtung und Reflexion

Dokumentiere Speise, Konsistenz, Zutaten, Angebot und konkrete Reaktion. „Heute abgelehnt“ ist genauer als „mag nie Joghurt“. Wünsche werden innerhalb der fachlich festgelegten Ernährungsvorgaben berücksichtigt.

Frage abschließend, ob das Angebot wiederholt werden soll. Unterscheide im Team zwischen dem, was du gesehen oder gehört hast, und deiner Interpretation. Eine gelungene Einheit kann auch darin bestehen, eine Grenze erkannt und respektiert zu haben.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder können hier ausgefüllt und über die Druckfunktion des Browsers gedruckt werden. Es gibt keinen Absendevorgang und keine Speicherung durch dieses Formular; beim Neuladen können Eingaben verloren gehen. Verwende Kürzel statt identifizierender Bewohnerdaten.

Zusammenfassung

  • Schwerpunkt: Gustatorische Wahrnehmung; weitere Sinne können beteiligt sein.
  • Eine aktuelle Vorliebe oder Ablehnung wird in der eigenen Ausdrucksform der Person erfasst und für die nächste Mahlzeitenplanung nutzbar gemacht.
  • Beobachtungen konkret festhalten, Grenzen respektieren und das nächste Angebot gemeinsam anpassen.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen stützen die fachlichen Grundlagen. Ablauf und Umsetzungsvorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirksamkeit dieser Übung wird nicht behauptet. Lehrplanbezug: individuelle, zielgruppengerechte Aktivierungsangebote und Reflexion.

  • BMBWF (2018): Schule für Sozialbetreuungsberufe – Organisationsstatut, Neufassung 2018. Erlass vom 5.6.2018, BMBWF-21.635/0006-BS/5/2018, MVBl. Nr. 30/2018, S. 17: Aktivierung und kreativer Ausdruck. Der Redaktion bereitgestellte Lehrplanfassung.
  • NIDCD (2023): Taste Disorders. Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).
  • NHS: Dysphagia (swallowing problems). Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 23. Oktober 2026. Titelbild: KI-generierte Symbolillustration. Keine Darstellung realer betreuter Personen.

Wissen überprüfen

Was ist vor einer Verkostung bei ungeklärter Schluckfähigkeit richtig?

Noch nicht richtig. Eine Aktivierung ist kein Schlucktest. Bis zur Klärung ist ein Gespräch mit Bildern die passende Alternative. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Eine Aktivierung ist kein Schlucktest. Bis zur Klärung ist ein Gespräch mit Bildern die passende Alternative. Ablauf nachlesen

Richtig. Eine Aktivierung ist kein Schlucktest. Bis zur Klärung ist ein Gespräch mit Bildern die passende Alternative. Ablauf nachlesen

Welche Dokumentation ist fachlich am besten nachvollziehbar?

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Zwei Single-Choice-Fragen · ohne Registrierung oder Speicherung der Antworten. Wähle eine andere Antwort, um den Selbsttest zu wiederholen.

Symbolbild zur Praxisübung: Gespräch im Wechsel: Zuhören und Sprechpausen gestalten

Gespräch im Wechsel: Zuhören und Sprechpausen gestalten

Ein überschaubares Gesprächsangebot ohne Gedächtnis- oder Leistungsdruck

Praxisartikel · Grundlagen für Sozialbetreuungsausbildungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Gleichzeitiges Sprechen kann Gespräche unübersichtlich machen. Dieses Angebot macht den Wechsel zwischen Zuhören, Sprechen und Pause sichtbar. Du lernst, eine kurze Gesprächsrunde zu strukturieren und jede Person mit ihrer bevorzugten Ausdrucksform einzubeziehen.

Fachliche Einordnung

Hörbeeinträchtigungen können die Teilnahme an Gesprächen erschweren (NIDCD, o. J.). Eine Person nach der anderen sprechen zu lassen, ist eine alltagsnahe Anpassung. Das Sprechzeichen ergänzt das Hören visuell und taktil; der Schwerpunkt bleibt das Zuhören und Verstehen.

Zielgruppe und Planung

Gedacht für Erwachsene und ältere Menschen in der Sozialbetreuung, die Interesse am Angebot zeigen. Bei Unterstützungsbedarf werden Kommunikation, Tagesform und individuelle Vorgaben vorab berücksichtigt. Einstieg im Einzelsetting; beim Gesprächsangebot sind zwei bis vier Personen möglich.

Planungsübersicht
WahrnehmungsbereichAuditive Wahrnehmung
Orientierungsdauer10–15 Minuten; jederzeit kürzer möglich
MaterialEin großer, glatter Holzgegenstand als sichtbares Sprechzeichen; zwei Bildkarten zu einem vertrauten Alltagsthema.
Konkretes ZielJede teilnehmende Person erhält eine ungestörte Gelegenheit, eine Vorliebe mitzuteilen oder bewusst zu passen.

Vorbereitung

Plane zwei bis vier Teilnehmende mit gutem Sichtkontakt. Stelle Hintergrundmusik ab. Wähle ein unverfängliches Thema wie Lieblingsjahreszeit; belastende Erinnerungen werden nicht eingefordert.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Erkläre das Sprechzeichen: Wer es vor sich hat, kann etwas sagen, zeigen oder die Runde auslassen. Es wird nicht geworfen.

  2. Stelle eine kurze Frage und lege das Zeichen vor die erste Person. Lasse ausreichend Antwortzeit und unterbrich nicht mit mehreren Hilfsfragen.

  3. Fasse den Beitrag knapp zusammen: „Du sitzt gern im Garten – habe ich dich richtig verstanden?“ Bestätigung kann auch durch Nicken erfolgen.

  4. Gib das Zeichen nach Zustimmung weiter. Niemand muss den vorherigen Beitrag wiederholen oder sich eine Reihenfolge merken.

  5. Beende nach einer kurzen Runde oder auf Wunsch früher. Frage, ob Tempo und Lautstärke passend waren.

Anpassungen und Sicherheit

Passend zur Person gestalten

Bei geringer Ausdauer reichen zwei Personen und eine Frage. Bildkarten oder unterstützte Kommunikation können Sprache ergänzen. Bei Schwerhörigkeit das Gesicht gut sichtbar halten und normal deutlich sprechen, statt zu rufen.

Beobachtung und Reflexion

Beschreibe, welche Form des Gesprächswechsels geholfen hat. Eine stille Person wird nicht automatisch als unbeteiligt bewertet. Halte selbst gewählte Pausen und benötigte Hilfen fest.

Frage abschließend, ob das Angebot wiederholt werden soll. Unterscheide im Team zwischen dem, was du gesehen oder gehört hast, und deiner Interpretation. Eine gelungene Einheit kann auch darin bestehen, eine Grenze erkannt und respektiert zu haben.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder können hier ausgefüllt und über die Druckfunktion des Browsers gedruckt werden. Es gibt keinen Absendevorgang und keine Speicherung durch dieses Formular; beim Neuladen können Eingaben verloren gehen. Verwende Kürzel statt identifizierender Bewohnerdaten.

Zusammenfassung

  • Schwerpunkt: Auditive Wahrnehmung; weitere Sinne können beteiligt sein.
  • Jede teilnehmende Person erhält eine ungestörte Gelegenheit, eine Vorliebe mitzuteilen oder bewusst zu passen.
  • Beobachtungen konkret festhalten, Grenzen respektieren und das nächste Angebot gemeinsam anpassen.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen stützen die fachlichen Grundlagen. Ablauf und Umsetzungsvorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirksamkeit dieser Übung wird nicht behauptet. Lehrplanbezug: individuelle, zielgruppengerechte Aktivierungsangebote und Reflexion.

  • BMBWF (2018): Schule für Sozialbetreuungsberufe – Organisationsstatut, Neufassung 2018. Erlass vom 5.6.2018, BMBWF-21.635/0006-BS/5/2018, MVBl. Nr. 30/2018, S. 17: Aktivierung und kreativer Ausdruck. Der Redaktion bereitgestellte Lehrplanfassung.
  • NIDCD: Age-Related Hearing Loss. Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 23. Oktober 2026. Titelbild: KI-generierte Symbolillustration. Keine Darstellung realer betreuter Personen.

Wissen überprüfen

Eine Person möchte in ihrer Runde nichts sagen. Wie reagierst du?

Noch nicht richtig. Freiwilligkeit schließt das Auslassen ein. Schweigen erlaubt keine sichere Aussage über das Verständnis. Ablauf nachlesen

Richtig. Freiwilligkeit schließt das Auslassen ein. Schweigen erlaubt keine sichere Aussage über das Verständnis. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Freiwilligkeit schließt das Auslassen ein. Schweigen erlaubt keine sichere Aussage über das Verständnis. Ablauf nachlesen

Welche Dokumentation ist fachlich am besten nachvollziehbar?

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Zwei Single-Choice-Fragen · ohne Registrierung oder Speicherung der Antworten. Wähle eine andere Antwort, um den Selbsttest zu wiederholen.

Symbolbild zur Praxisübung: Hörlandkarte: die persönliche Hörumgebung erkunden

Hörlandkarte: die persönliche Hörumgebung erkunden

Geräusche wahrnehmen, Vorlieben ausdrücken und die Umgebung mitgestalten

Praxisartikel · Grundlagen für Sozialbetreuungsausbildungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Diese Übung verbindet bewusstes Zuhören mit Mitbestimmung. Statt Geräusche zu erraten, beschreibt die Person, was sie an ihrem gewohnten Sitzplatz hört und welche Veränderung angenehm wäre. Du lernst, auditive Eindrücke von Vermutungen zu trennen und daraus eine kleine, überprüfbare Anpassung abzuleiten.

Fachliche Einordnung

Bei einer Hörbeeinträchtigung kann das Verstehen von Gesprächen erschwert sein. Eine ruhigere Umgebung unterstützt Kommunikation; mehr Lautstärke allein löst das Problem nicht (NIDCD, o. J.). Die Hörlandkarte ist eine selbst entwickelte Alltagserkundung, kein Hörtest.

Zielgruppe und Planung

Gedacht für Erwachsene und ältere Menschen in der Sozialbetreuung, die Interesse am Angebot zeigen. Bei Unterstützungsbedarf werden Kommunikation, Tagesform und individuelle Vorgaben vorab berücksichtigt. Einstieg im Einzelsetting; beim Gesprächsangebot sind zwei bis vier Personen möglich.

Planungsübersicht
WahrnehmungsbereichAuditive Wahrnehmung
Orientierungsdauer10–15 Minuten; jederzeit kürzer möglich
MaterialPapier mit einfacher Raumskizze, dicker Stift, drei große Karten: angenehm / störend / unklar.
Konkretes ZielDie Person bezeichnet oder zeigt mindestens ein wahrgenommenes Geräusch und entscheidet, ob eine veränderbare Geräuschquelle bleiben oder reduziert werden soll.

Vorbereitung

Wähle einen vertrauten Sitzplatz. Erkläre, dass es keine richtigen oder falschen Antworten gibt. Vereinbare ein Stoppzeichen. Hörhilfen bleiben wie gewohnt in Gebrauch; Veränderungen daran werden nicht im Rahmen dieser Übung vorgenommen.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Beginne mit einer kurzen Hörpause von etwa 20–30 Sekunden. Die Augen dürfen offen bleiben. Erzeuge keine zusätzlichen Geräusche.

  2. Frage: „Was fällt dir gerade auf?“ Warte auf Worte, Zeigen oder eine andere vereinbarte Antwort. Trage nur wahrgenommene Geräusche in die Skizze ein.

  3. Biete die drei Bewertungskarten an. Bei „unklar“ wird nicht nachgedrängt. Frage bei Bedarf nach Lautstärke, Entfernung oder zeitlichem Auftreten.

  4. Wähle gemeinsam eine beeinflussbare Quelle, etwa ein laufendes Radio. Schalte es nur mit Zustimmung der betroffenen Personen aus. Sicherheitssignale bleiben unverändert.

  5. Vergleiche kurz vorher und nachher: „Ist es so angenehmer?“ Halte die gewünschte Einstellung fest.

Anpassungen und Sicherheit

Passend zur Person gestalten

Bei eingeschränkter Sprache genügt eine Wahl zwischen zwei Karten. In einer kleinen Gruppe werden unterschiedliche Vorlieben nebeneinander dokumentiert; eine Mehrheitsentscheidung darf den Rückzugsbedarf einer Person nicht übergehen.

Beobachtung und Reflexion

Notiere den Wortlaut der Rückmeldung und die konkret veränderte Quelle, nicht „Hörfähigkeit verbessert“. Beispiel: „Nach Ausschalten des Radios äußert Frau A.: Jetzt verstehe ich dich besser.“

Frage abschließend, ob das Angebot wiederholt werden soll. Unterscheide im Team zwischen dem, was du gesehen oder gehört hast, und deiner Interpretation. Eine gelungene Einheit kann auch darin bestehen, eine Grenze erkannt und respektiert zu haben.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder können hier ausgefüllt und über die Druckfunktion des Browsers gedruckt werden. Es gibt keinen Absendevorgang und keine Speicherung durch dieses Formular; beim Neuladen können Eingaben verloren gehen. Verwende Kürzel statt identifizierender Bewohnerdaten.

Zusammenfassung

  • Schwerpunkt: Auditive Wahrnehmung; weitere Sinne können beteiligt sein.
  • Die Person bezeichnet oder zeigt mindestens ein wahrgenommenes Geräusch und entscheidet, ob eine veränderbare Geräuschquelle bleiben oder reduziert werden soll.
  • Beobachtungen konkret festhalten, Grenzen respektieren und das nächste Angebot gemeinsam anpassen.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen stützen die fachlichen Grundlagen. Ablauf und Umsetzungsvorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirksamkeit dieser Übung wird nicht behauptet. Lehrplanbezug: individuelle, zielgruppengerechte Aktivierungsangebote und Reflexion.

  • BMBWF (2018): Schule für Sozialbetreuungsberufe – Organisationsstatut, Neufassung 2018. Erlass vom 5.6.2018, BMBWF-21.635/0006-BS/5/2018, MVBl. Nr. 30/2018, S. 17: Aktivierung und kreativer Ausdruck. Der Redaktion bereitgestellte Lehrplanfassung.
  • NIDCD: Age-Related Hearing Loss. Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 23. Oktober 2026. Titelbild: KI-generierte Symbolillustration. Keine Darstellung realer betreuter Personen.

Wissen überprüfen

Was ist das zentrale Ergebnis einer Hörlandkarte?

Richtig. Im Mittelpunkt stehen Wahrnehmung und Mitbestimmung. Die Übung misst keine Hörschwelle. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Im Mittelpunkt stehen Wahrnehmung und Mitbestimmung. Die Übung misst keine Hörschwelle. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Im Mittelpunkt stehen Wahrnehmung und Mitbestimmung. Die Übung misst keine Hörschwelle. Ablauf nachlesen

Welche Dokumentation ist fachlich am besten nachvollziehbar?

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Zwei Single-Choice-Fragen · ohne Registrierung oder Speicherung der Antworten. Wähle eine andere Antwort, um den Selbsttest zu wiederholen.