Symbolbild zur Praxisübung: Tastspuren: fühlbare Wege mit den Fingern erkunden

Tastspuren: fühlbare Wege mit den Fingern erkunden

Ein ruhiges Wahrnehmungsangebot mit einer überschaubaren Spur

Praxisartikel · Grundlagen für Sozialbetreuungsausbildungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Bei Tastspuren folgt die Person mit einem Finger oder der Hand einer fühlbaren Linie. Das Angebot unterscheidet sich von einer Tastbox: Der Weg ist offen sichtbar, überschaubar und ohne Suchauftrag. Du lernst, Geschwindigkeit und Berührungsfläche an die Rückmeldung der Person anzupassen.

Fachliche Einordnung

Taktile Informationen entstehen durch Kontakt mit der Haut. Hier steht der Unterschied zwischen Unterlage und erhabener Spur im Vordergrund. Visuelle Kontrolle darf unterstützen; sie muss nicht ausgeschaltet werden. Die Übung ist eine eigenständige didaktische Gestaltung auf Grundlage eines sinnesorientierten Aktivierungsansatzes (NHS, o. J.).

Zielgruppe und Planung

Gedacht für Erwachsene und ältere Menschen in der Sozialbetreuung, die Interesse am Angebot zeigen. Bei Unterstützungsbedarf werden Kommunikation, Tagesform und individuelle Vorgaben vorab berücksichtigt. Einstieg im Einzelsetting; beim Gesprächsangebot sind zwei bis vier Personen möglich.

Planungsübersicht
WahrnehmungsbereichTaktile Wahrnehmung
Orientierungsdauer5–10 Minuten; jederzeit kürzer möglich
MaterialStabile Platte mit einer breiten, weich ummantelten und sicher befestigten Erhebung; rutschfeste Unterlage.
Konkretes ZielDie Person erkundet einen selbst gewählten Abschnitt der Spur und entscheidet, ob sie fortsetzen, wiederholen oder aufhören möchte.

Vorbereitung

Prüfe die Befestigung und alle Kanten. Verwende keine frei liegenden Schnüre, Perlen oder Drahtenden. Lege die Platte so, dass Arm und Schulter entspannt bleiben und die Person sie gut erreicht.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Zeige Anfang und Ende einer kurzen, sanft gebogenen Spur. Erkläre: „Du kannst hier entlangfahren, so weit du möchtest.“

  2. Biete zunächst Kontakt mit einem Finger oder der ganzen Hand an. Die Person wählt; Handschuhe oder Hilfsmittel werden nur passend zum individuellen Bedarf genutzt.

  3. Lasse Zeit zum Erkunden. Kommentiere nicht jede Bewegung und korrigiere kein Abweichen von der Linie.

  4. Frage an einer Pause, ob dieselbe Spur noch einmal gewünscht ist. Eine andere Richtung ist eine Möglichkeit, keine Steigerungspflicht.

  5. Beende mit einer kurzen Rückmeldung zur Oberfläche und zum Tempo. Nimm die Platte erst weg, wenn der Abschluss angekündigt wurde.

Anpassungen und Sicherheit

Passend zur Person gestalten

Eine breite, gerade Spur reduziert Anforderungen. Größerer Kontrast unterstützt das Sehen. Bei Bewegungseinschränkung kann eine kleine Platte nahe am Körper angeboten werden; die Begleitung zieht die Hand nicht über die Spur.

Beobachtung und Reflexion

Erfasse Berührungsart, selbst gewählte Dauer und Unterstützungsbedarf. „Folgt etwa zehn Zentimeter mit dem Zeigefinger“ ist eine Beobachtung; „Konzentration geheilt“ wäre eine unbelegte Bewertung.

Frage abschließend, ob das Angebot wiederholt werden soll. Unterscheide im Team zwischen dem, was du gesehen oder gehört hast, und deiner Interpretation. Eine gelungene Einheit kann auch darin bestehen, eine Grenze erkannt und respektiert zu haben.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder können hier ausgefüllt und über die Druckfunktion des Browsers gedruckt werden. Es gibt keinen Absendevorgang und keine Speicherung durch dieses Formular; beim Neuladen können Eingaben verloren gehen. Verwende Kürzel statt identifizierender Bewohnerdaten.

Zusammenfassung

  • Schwerpunkt: Taktile Wahrnehmung; weitere Sinne können beteiligt sein.
  • Die Person erkundet einen selbst gewählten Abschnitt der Spur und entscheidet, ob sie fortsetzen, wiederholen oder aufhören möchte.
  • Beobachtungen konkret festhalten, Grenzen respektieren und das nächste Angebot gemeinsam anpassen.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen stützen die fachlichen Grundlagen. Ablauf und Umsetzungsvorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirksamkeit dieser Übung wird nicht behauptet. Lehrplanbezug: individuelle, zielgruppengerechte Aktivierungsangebote und Reflexion.

  • BMBWF (2018): Schule für Sozialbetreuungsberufe – Organisationsstatut, Neufassung 2018. Erlass vom 5.6.2018, BMBWF-21.635/0006-BS/5/2018, MVBl. Nr. 30/2018, S. 17: Aktivierung und kreativer Ausdruck. Der Redaktion bereitgestellte Lehrplanfassung.
  • NHS: Activities for dementia. Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 23. Oktober 2026. Titelbild: KI-generierte Symbolillustration. Keine Darstellung realer betreuter Personen.

Wissen überprüfen

Die Person verlässt die vorgegebene Spur. Was ist passend?

Noch nicht richtig. Die Spur ist ein Angebot zur Wahrnehmung, keine Genauigkeitsprüfung. Unterstützung braucht Zustimmung. Ablauf nachlesen

Richtig. Die Spur ist ein Angebot zur Wahrnehmung, keine Genauigkeitsprüfung. Unterstützung braucht Zustimmung. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Die Spur ist ein Angebot zur Wahrnehmung, keine Genauigkeitsprüfung. Unterstützung braucht Zustimmung. Ablauf nachlesen

Welche Dokumentation ist fachlich am besten nachvollziehbar?

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Zwei Single-Choice-Fragen · ohne Registrierung oder Speicherung der Antworten. Wähle eine andere Antwort, um den Selbsttest zu wiederholen.

Symbolbild zur Praxisübung: Stoffcollage: Oberflächen auswählen und ein eigenes Bild gestalten

Stoffcollage: Oberflächen auswählen und ein eigenes Bild gestalten

Gestalten mit fühlbaren Materialien und selbst gewählten Berührungen

Praxisartikel · Grundlagen für Sozialbetreuungsausbildungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Eine Stoffcollage verbindet Tasten mit einer sichtbaren Gestaltung. Anders als beim Tast-Memory geht es weder um Paare noch um verdecktes Erkennen. Du lernst, Materialwahl und Berührung der Person zu überlassen und aus ihren Entscheidungen ein kleines Gestaltungsangebot zu entwickeln.

Fachliche Einordnung

Sinnesbezogene Aktivitäten können auch dann Beteiligung ermöglichen, wenn sprachlicher Austausch schwerer fällt (NHS, o. J., Activities for dementia). Das Berühren der Stoffoberfläche steht im Mittelpunkt; Farbe und Anordnung ergänzen das taktile Angebot.

Zielgruppe und Planung

Gedacht für Erwachsene und ältere Menschen in der Sozialbetreuung, die Interesse am Angebot zeigen. Bei Unterstützungsbedarf werden Kommunikation, Tagesform und individuelle Vorgaben vorab berücksichtigt. Einstieg im Einzelsetting; beim Gesprächsangebot sind zwei bis vier Personen möglich.

Planungsübersicht
WahrnehmungsbereichTaktile Wahrnehmung
Orientierungsdauer15–20 Minuten; jederzeit kürzer möglich
MaterialVier große, saubere Stoffstücke mit unterschiedlichen Oberflächen, rutschfeste Unterlage, feste Pappe; bei Bedarf geeignete Klebestreifen.
Konkretes ZielDie Person wählt mindestens eine angenehme Oberfläche aus oder zeigt eine klare Ablehnung und bestimmt deren Platz auf der Unterlage mit.

Vorbereitung

Biete zunächst nur zwei Materialien an. Wähle große, intakte Stücke ohne lose Fäden, Knöpfe oder Pailletten. Kläre bekannte Hautempfindlichkeiten und die bevorzugte Hand. Frage, ob Berührung gewünscht ist.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Lege die Stoffstücke sichtbar auf den Tisch. Beschreibe kurz, dass daraus ein eigenes Bild entstehen kann und jedes Material abgelehnt werden darf.

  2. Lasse die Person selbst berühren, streichen oder nur ansehen. Du kannst vormachen, führst ihre Hand aber nicht ungefragt.

  3. Frage nach dem bevorzugten Stück und einem Platz auf der Pappe. Eine Wahl durch Blick oder Zeigen genügt.

  4. Ergänze auf Wunsch weitere Stoffe. Fixiere sie erst nach Bestätigung; alternativ bleibt das Bild lose und kann verändert werden.

  5. Betrachte gemeinsam das Ergebnis. Frage, ob es bleiben, fotografiert oder wieder zerlegt werden soll; Bilder nur nach geltenden Einwilligungsregeln erstellen.

Anpassungen und Sicherheit

Passend zur Person gestalten

Bei motorischer Einschränkung hält die Begleitung den Stoff in erreichbarer Position. Bei geringer Reiztoleranz reicht ein einziges Stück. Ein monochromes Bild kann die Oberflächen stärker in den Vordergrund rücken.

Beobachtung und Reflexion

Notiere beobachtbare Entscheidungen: „streicht zweimal über Baumwolle und schiebt Filz weg“. Aus einer einmaligen Reaktion wird keine allgemeine Sensibilitätsdiagnose abgeleitet.

Frage abschließend, ob das Angebot wiederholt werden soll. Unterscheide im Team zwischen dem, was du gesehen oder gehört hast, und deiner Interpretation. Eine gelungene Einheit kann auch darin bestehen, eine Grenze erkannt und respektiert zu haben.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder können hier ausgefüllt und über die Druckfunktion des Browsers gedruckt werden. Es gibt keinen Absendevorgang und keine Speicherung durch dieses Formular; beim Neuladen können Eingaben verloren gehen. Verwende Kürzel statt identifizierender Bewohnerdaten.

Zusammenfassung

  • Schwerpunkt: Taktile Wahrnehmung; weitere Sinne können beteiligt sein.
  • Die Person wählt mindestens eine angenehme Oberfläche aus oder zeigt eine klare Ablehnung und bestimmt deren Platz auf der Unterlage mit.
  • Beobachtungen konkret festhalten, Grenzen respektieren und das nächste Angebot gemeinsam anpassen.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen stützen die fachlichen Grundlagen. Ablauf und Umsetzungsvorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirksamkeit dieser Übung wird nicht behauptet. Lehrplanbezug: individuelle, zielgruppengerechte Aktivierungsangebote und Reflexion.

  • BMBWF (2018): Schule für Sozialbetreuungsberufe – Organisationsstatut, Neufassung 2018. Erlass vom 5.6.2018, BMBWF-21.635/0006-BS/5/2018, MVBl. Nr. 30/2018, S. 17: Aktivierung und kreativer Ausdruck. Der Redaktion bereitgestellte Lehrplanfassung.
  • NHS: Activities for dementia. Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 23. Oktober 2026. Titelbild: KI-generierte Symbolillustration. Keine Darstellung realer betreuter Personen.

Wissen überprüfen

Was unterscheidet die Stoffcollage von einem Tast-Ratespiel?

Richtig. Es gibt kein richtiges Material und kein zu erratendes Lösungswort. Die Gestaltung folgt den Entscheidungen der Person. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Es gibt kein richtiges Material und kein zu erratendes Lösungswort. Die Gestaltung folgt den Entscheidungen der Person. Ablauf nachlesen

Noch nicht richtig. Es gibt kein richtiges Material und kein zu erratendes Lösungswort. Die Gestaltung folgt den Entscheidungen der Person. Ablauf nachlesen

Welche Dokumentation ist fachlich am besten nachvollziehbar?

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

Zwei Single-Choice-Fragen · ohne Registrierung oder Speicherung der Antworten. Wähle eine andere Antwort, um den Selbsttest zu wiederholen.

Symbolbild zum Artikel Spielidee: „Eierfärben„

Spielidee: „Eierfärben“

Beschreibung: Das Spiel „Eierfärben“ ist ein kreatives Spiel, das sich besonders für ältere Menschen mit einer Vorliebe für künstlerische Tätigkeiten eignet. Der Fokus des Spiels liegt auf der taktilen Wahrnehmung, da das Eierfärben eine haptische Erfahrung bietet.

Anforderungen:

  • Rohe Eier(oder gekochte Eier)
  • Eierfarben oder Lebensmittelfarben
  • Behälter oder Schüsseln zum Eintauchen der Eier
  • Verschiedene Materialien für die Texturierung der Eier, wie z.B. Stoff, Klebeband, Spitze, etc.
  • Einweghandschuhe zum Schutz der Hände

Spielanleitung:

Zuerst müssen die rohen Eier vorsichtig gekocht werden, um sicherzustellen, dass sie hart sind und nicht zerbrechen. Nach dem Abkühlen können die Spieler mit der kreativen Gestaltung ihrer Ostereier beginnen. Dieser Punkt kann ausgelassen werden, sofern mit gekochten Eiern gearbeitet wird.

Die Spieler können verschiedene Materialien verwenden, um die Eier zu texturieren und eine einzigartige Optik zu erzielen. Einweghandschuhe sollten getragen werden, um die Hände sauber zu halten und Hautreizungen zu vermeiden.

Als nächstes können die Spieler ihre gewählten Farben in separate Behälter oder Schüsseln gießen und die Eier vorsichtig eintauchen, um sie zu färben. Durch das Eintauchen der Eier in die Farben erhalten die Spieler ein taktiles Feedback und eine sensorische Erfahrung.

Nachdem die Eier getrocknet sind, können sie nach Belieben mit weiteren Materialien wie Stiften oder Aufklebern verziert werden.

Ziele: Das Spiel fördert die taktilen Fähigkeiten der Spieler und ermöglicht es ihnen, ihre Kreativität auszudrücken. Durch das Arbeiten mit verschiedenen Texturen und Farben erhalten die Spieler eine sensorische Erfahrung, die ihr Wohlbefinden steigern und die kognitiven Fähigkeiten verbessern kann. Das Spiel bietet auch eine Gelegenheit zur sozialen Interaktion und zum Austausch von Ideen und Techniken.

Symbolbild zum Artikel Spielidee: „Osterkorb„

Spielidee: „Osterkorb“

Spielidee: „Osterkorb“

Beschreibung: Das Spiel „Osterkorb“ ist ein Bastelspiel, das darauf abzielt, die taktilen Fähigkeiten der Spieler zu fördern. Das Spiel kann in einer Gruppe oder einzeln gespielt werden.

Anforderungen: Papierkörbe oder Körbe aus Kunststoff Bunte Osterdekorationsartikel wie Ostereier, Bänder, Federn, Wolle, etc. Kleber, Schere und Papier

Spielanleitung:

Die Spieler erhalten einen Papierkorb oder einen Korb aus Kunststoff. Anschließend können sie aus verschiedenen Bastelmaterialien wählen, um ihren Osterkorb zu verzieren. Dabei können sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen und beispielsweise Ostereier, Bänder, Federn oder Wolle verwenden. Um die taktilen Fähigkeiten der Spieler zu fördern, kann der Einsatz von verschiedenen Texturen wie weich, glatt, rau oder flauschig empfohlen werden. Nachdem jeder Spieler seinen Osterkorb fertiggestellt hat, können sie in der Gruppe ihre Werke präsentieren und sich gegenseitig bewundern. Zusätzliche Hinweise:

Um das Spiel interessanter zu gestalten, können die Spieler angewiesen werden, ihre Augen zu schließen und ihre taktilen Fähigkeiten zu nutzen, um ihre Bastelmaterialien zu erkennen. Sie können auch dazu ermutigt werden, verschiedene Texturen und Materialien zu kombinieren, um interessante visuelle und taktille Effekte zu erzielen. Das Spiel kann auch als eine Gruppenaktivität gestaltet werden, bei der jeder Spieler an einem gemeinsamen Projekt arbeitet, z.B. dem Gestalten eines Osterkörbchens für die Gruppe oder für eine wohltätige Organisation.

Symbolbild: Titel des Spiels: Tastbar

Tastbar: Oberflächen vergleichen und Vorlieben ausdrücken

Eine kleine Materialauswahl als Gesprächsanlass

Praxisartikel · Lesezeit: ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Du gestaltest eine Materialstation, bei der unterschiedliche Empfindungen ohne Bewertung nebeneinander stehen dürfen.

Fachliche Einordnung

Die Haut vermittelt Berührungsinformationen; Erkennen und Einordnen erfordern weitere Verarbeitung (Schermann und Tadi, 2022). „Angenehm“ ist in dieser Übung eine persönliche Rückmeldung, kein Messwert.

Bei Demenz sollen Angebote an persönliche Vorlieben angepasst werden (NICE, 2019).

Zielgruppe und Vorbereitung

Für interessierte Erwachsene und ältere Menschen, einzeln oder in einer kleinen Gruppe. Die Planung richtet sich nach Tagesform, Kommunikation und Unterstützungsbedarf.

Planungsübersicht
SchwerpunktTaktile Wahrnehmung
Orientierungsdauer5–15 Minuten; jederzeit kürzer möglich.
MaterialDrei große, sichere Tastflächen: glattes Holz, weicher Stoff und leicht strukturierter Gummi; stabile Tabletts und rutschfeste Unterlage.
Beobachtbares ZielDie Person wählt eine bevorzugte Oberfläche oder zeigt, welche sie nicht berühren möchte.

Bereite einen gut erreichbaren Arbeitsplatz vor und kläre vor Beginn, wie die Person Zustimmung, Pause oder Ablehnung ausdrückt. Prüfe das Material selbst, bevor du es anbietest.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Stelle die drei Materialien sichtbar vor. Frage nach Interesse und vereinbare ein einfaches Stoppzeichen.

  2. Biete zunächst eine Fläche an. Die Person bestimmt Berührungsdauer und Berührungsart.

  3. Frage nach einer eigenen Beschreibung. Wenn Worte fehlen, kannst du zwei Begriffe anbieten, ohne die Antwort vorzugeben.

  4. Lege auf Wunsch eine zweite Fläche daneben. Frage, ob beide ähnlich wirken oder unterschiedlich angenehm sind.

  5. Lass die bevorzugte Fläche auswählen und schließe mit der Frage, ob diese Auswahl beim nächsten Mal wieder angeboten werden soll.

Anpassungen und Sicherheit

Eine einzelne Fläche genügt. Ein Vergleich kann durch Zeigen, Mimik oder Ablehnen erfolgen. Die Materialien liegen sichtbar; Verbergen oder Erraten ist nicht das Ziel dieser Station.

Beobachtung und Reflexion

Notiere zum Beispiel: „Wählt den weichen Stoff; zieht die Hand beim Gummi zurück.“ Vermeide Aussagen wie „fühlt falsch“ oder „war heute unkooperativ“.

Frage zum Abschluss, ob und in welcher Form eine Wiederholung gewünscht wird. Halte im Team fest, welche konkrete Anpassung sich aus der Rückmeldung ergibt.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder sind zum Ausfüllen und Drucken über den Browser gedacht. Es gibt keinen Absendevorgang; die Eingaben werden durch dieses Formular nicht gespeichert und können beim Neuladen verloren gehen. Keine identifizierenden Bewohnerdaten eintragen.

Zusammenfassung

  • Die Person wählt eine bevorzugte Oberfläche oder zeigt, welche sie nicht berühren möchte.
  • Tempo, Hilfen und Ende gemeinsam abstimmen.
  • Konkrete Beobachtungen statt pauschaler Wirkversprechen dokumentieren.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen erläutern fachliche Grundlagen. Ablauf, Anpassungen und Vorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirkung dieser Übung wird nicht behauptet.

  • Schermann, T. und Tadi, P. (2022): Stereognosis. StatPearls. Fachgrundlage. (Zugriff: 29.10.2026).
  • NICE (2019): Activities to promote wellbeing. QS184, Statement 5. Qualitätsstandard. (Zugriff: 29.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 29. Oktober 2026. Die Praxisbeispiele sind fiktive Lernbeispiele.

Wissen überprüfen

Zwei Personen bewerten dieselbe Oberfläche unterschiedlich. Was bedeutet das?

Noch nicht richtig. Die Station erfragt persönliche Wahrnehmung und Vorlieben, keine vorgegebene Geschmacksentscheidung.

Richtig. Die Station erfragt persönliche Wahrnehmung und Vorlieben, keine vorgegebene Geschmacksentscheidung.

Noch nicht richtig. Die Station erfragt persönliche Wahrnehmung und Vorlieben, keine vorgegebene Geschmacksentscheidung.

Welche Dokumentation ist nachvollziehbar?

Richtig. Beobachtung und Interpretation bleiben unterscheidbar.

Noch nicht richtig. Ein einzelnes Angebot belegt keine dauerhafte Wirkung.

Noch nicht richtig. Eine konkrete Beschreibung hilft bei der nächsten Planung.

Zwei Single-Choice-Fragen mit unmittelbarer Rückmeldung. Deine Antwort wird nicht gespeichert.

Symbolbild: Titel des Spiels: Tast-Box

Tast-Box: Materialien freiwillig entdecken

Eine übersichtliche Auswahl ohne Augenbinde erkunden

Praxisartikel · Lesezeit: ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Du richtest eine Tast-Box so ein, dass Orientierung, Wahlmöglichkeit und Rückzug jederzeit möglich bleiben.

Fachliche Einordnung

Tastendes Erkennen verbindet sensorische Informationen mit deren Verarbeitung (Schermann und Tadi, 2022). Hier geht es um das Erkunden unterschiedlicher Materialien, nicht um eine Diagnose.

Bei Demenz sollen Angebote an persönliche Vorlieben angepasst werden (NICE, 2019).

Zielgruppe und Vorbereitung

Für interessierte Erwachsene und ältere Menschen, einzeln oder in einer kleinen Gruppe. Die Planung richtet sich nach Tagesform, Kommunikation und Unterstützungsbedarf.

Planungsübersicht
SchwerpunktTaktile Wahrnehmung
Orientierungsdauer5–15 Minuten; jederzeit kürzer möglich.
MaterialFlache, stabile offene Box; drei große, saubere, unbeschädigte Gegenstände wie Stoffstück, Holzring und weicher Ball; rutschfeste Unterlage.
Beobachtbares ZielDie Person entscheidet, welchen Gegenstand sie erkunden möchte, und gibt eine Rückmeldung zu ihrem Erleben.

Bereite einen gut erreichbaren Arbeitsplatz vor und kläre vor Beginn, wie die Person Zustimmung, Pause oder Ablehnung ausdrückt. Prüfe das Material selbst, bevor du es anbietest.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Zeige den Inhalt der Box vor Beginn. Frage, ob einzelne Materialien unangenehm sind und entfernt werden sollen.

  2. Stelle die Box gut erreichbar hin. Die Person kann selbst zugreifen oder einen Gegenstand auswählen, der ihr angeboten wird.

  3. Lasse in Ruhe schauen und tasten. Eine Frage wie „Wie fühlt sich das an?“ genügt; dauerndes Kommentieren ist nicht nötig.

  4. Biete auf Wunsch einen Vergleich an: zwei Materialien nebeneinander, jeweils nur ein Gegenstand in der Hand.

  5. Lass die Person entscheiden, ob ein Gegenstand noch einmal oder ein anderer erkundet werden soll. Kündige das Ende an.

Anpassungen und Sicherheit

Die Box bleibt offen. Ein Tuch über einzelnen Gegenständen ist eine freiwillige Zusatzvariante, keine Pflicht. Bei eingeschränktem Greifen kann ein Material auf der Unterlage liegen bleiben.

Beobachtung und Reflexion

Beschreibe Auswahl, Art der Berührung und geäußerte Vorlieben. Eine Ablehnung ist eine Information für die nächste Planung, kein Misserfolg.

Frage zum Abschluss, ob und in welcher Form eine Wiederholung gewünscht wird. Halte im Team fest, welche konkrete Anpassung sich aus der Rückmeldung ergibt.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder sind zum Ausfüllen und Drucken über den Browser gedacht. Es gibt keinen Absendevorgang; die Eingaben werden durch dieses Formular nicht gespeichert und können beim Neuladen verloren gehen. Keine identifizierenden Bewohnerdaten eintragen.

Zusammenfassung

  • Die Person entscheidet, welchen Gegenstand sie erkunden möchte, und gibt eine Rückmeldung zu ihrem Erleben.
  • Tempo, Hilfen und Ende gemeinsam abstimmen.
  • Konkrete Beobachtungen statt pauschaler Wirkversprechen dokumentieren.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen erläutern fachliche Grundlagen. Ablauf, Anpassungen und Vorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirkung dieser Übung wird nicht behauptet.

  • Schermann, T. und Tadi, P. (2022): Stereognosis. StatPearls. Fachgrundlage. (Zugriff: 29.10.2026).
  • NICE (2019): Activities to promote wellbeing. QS184, Statement 5. Qualitätsstandard. (Zugriff: 29.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 29. Oktober 2026. Die Praxisbeispiele sind fiktive Lernbeispiele.

Wissen überprüfen

Eine Person will vor dem Berühren in die Box schauen. Wie reagierst du?

Noch nicht richtig. Vorhersehbarkeit und freiwillige Auswahl gehören zum Angebot; visuelle Unterstützung ist erlaubt.

Noch nicht richtig. Vorhersehbarkeit und freiwillige Auswahl gehören zum Angebot; visuelle Unterstützung ist erlaubt.

Richtig. Vorhersehbarkeit und freiwillige Auswahl gehören zum Angebot; visuelle Unterstützung ist erlaubt.

Welche Dokumentation ist nachvollziehbar?

Richtig. Beobachtung und Interpretation bleiben unterscheidbar.

Noch nicht richtig. Ein einzelnes Angebot belegt keine dauerhafte Wirkung.

Noch nicht richtig. Eine konkrete Beschreibung hilft bei der nächsten Planung.

Zwei Single-Choice-Fragen mit unmittelbarer Rückmeldung. Deine Antwort wird nicht gespeichert.

Symbolbild: Titel des Spiels: Tast-Memory

Tast-Memory: gleiche Oberflächen gemeinsam finden

Wenige gut unterscheidbare Materialpaare erkunden und zuordnen

Praxisartikel · Lesezeit: ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Du bereitest ein übersichtliches Tast-Memory vor und passt Anzahl und Antwortform an die Person an.

Fachliche Einordnung

Beim Erkennen durch Ertasten werden Berührungsinformationen verarbeitet (Schermann und Tadi, 2022). Das folgende Memory ist eine redaktionelle Spielidee, kein standardisiertes Testverfahren.

Bei Demenz sollen Angebote an persönliche Vorlieben angepasst werden (NICE, 2019).

Zielgruppe und Vorbereitung

Für interessierte Erwachsene und ältere Menschen, einzeln oder in einer kleinen Gruppe. Die Planung richtet sich nach Tagesform, Kommunikation und Unterstützungsbedarf.

Planungsübersicht
SchwerpunktTaktile Wahrnehmung
Orientierungsdauer5–15 Minuten; jederzeit kürzer möglich.
MaterialZwei bis drei Paare großer, gleich geformter Tasttafeln, etwa mit fest befestigtem Baumwollstoff, Filz und glatter Oberfläche; rutschfeste Unterlage.
Beobachtbares ZielDie Person vergleicht zwei selbst gewählte Flächen und entscheidet, ob sie sich gleich oder unterschiedlich anfühlen.

Bereite einen gut erreichbaren Arbeitsplatz vor und kläre vor Beginn, wie die Person Zustimmung, Pause oder Ablehnung ausdrückt. Prüfe das Material selbst, bevor du es anbietest.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Lege zunächst nur zwei Paare offen aus. Erkläre und zeige das Prinzip: zwei gleiche Oberflächen zusammenlegen.

  2. Die Person darf alle Flächen ansehen und berühren. Es gibt keine feste Einprägezeit.

  3. Biete eine Tafel als Ausgangspunkt an und lasse aus zwei anderen das passende Gegenstück auswählen.

  4. Bestätige die beobachtete Zuordnung sachlich. Bei Unsicherheit können beide Flächen nochmals nebeneinander ertastet werden.

  5. Nur auf Wunsch werden die Tafeln umgedreht und nacheinander aufgedeckt. Beende, bevor aus Interesse Anstrengung wird.

Anpassungen und Sicherheit

Die offene Zuordnung ist die einfachere Grundform. Eine Gedächtnisvariante wird erst angeboten, wenn sie gewünscht ist. Unterschiede können auch gezeigt statt sprachlich benannt werden; Wettbewerb und Zeitlimit entfallen.

Beobachtung und Reflexion

Notiere die Zahl angebotener Paare, die gewählte Hilfe und eine konkrete Rückmeldung. „Vergleicht beide Stoffe erneut“ ist hilfreicher als „schlechtes Gedächtnis“.

Frage zum Abschluss, ob und in welcher Form eine Wiederholung gewünscht wird. Halte im Team fest, welche konkrete Anpassung sich aus der Rückmeldung ergibt.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder sind zum Ausfüllen und Drucken über den Browser gedacht. Es gibt keinen Absendevorgang; die Eingaben werden durch dieses Formular nicht gespeichert und können beim Neuladen verloren gehen. Keine identifizierenden Bewohnerdaten eintragen.

Zusammenfassung

  • Die Person vergleicht zwei selbst gewählte Flächen und entscheidet, ob sie sich gleich oder unterschiedlich anfühlen.
  • Tempo, Hilfen und Ende gemeinsam abstimmen.
  • Konkrete Beobachtungen statt pauschaler Wirkversprechen dokumentieren.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen erläutern fachliche Grundlagen. Ablauf, Anpassungen und Vorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirkung dieser Übung wird nicht behauptet.

  • Schermann, T. und Tadi, P. (2022): Stereognosis. StatPearls. Fachgrundlage. (Zugriff: 29.10.2026).
  • NICE (2019): Activities to promote wellbeing. QS184, Statement 5. Qualitätsstandard. (Zugriff: 29.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 29. Oktober 2026. Die Praxisbeispiele sind fiktive Lernbeispiele.

Wissen überprüfen

Die verdeckte Variante führt zu Frust. Was ist eine passende Anpassung?

Noch nicht richtig. Eine offene Zuordnung senkt die Gedächtnisanforderung und erhält den Tastschwerpunkt.

Richtig. Eine offene Zuordnung senkt die Gedächtnisanforderung und erhält den Tastschwerpunkt.

Noch nicht richtig. Eine offene Zuordnung senkt die Gedächtnisanforderung und erhält den Tastschwerpunkt.

Welche Dokumentation ist nachvollziehbar?

Richtig. Beobachtung und Interpretation bleiben unterscheidbar.

Noch nicht richtig. Ein einzelnes Angebot belegt keine dauerhafte Wirkung.

Noch nicht richtig. Eine konkrete Beschreibung hilft bei der nächsten Planung.

Zwei Single-Choice-Fragen mit unmittelbarer Rückmeldung. Deine Antwort wird nicht gespeichert.

Symbolbild: Taktile Wahrnehmugsübung

Taktile Wahrnehmugsübung

Eine Taktile Wahrnehmungsübung für geriatrische Bewohner in einem Pflegeheim könnte folgendermaßen aussehen:

  1. Stellen Sie sicher, dass der Raum, in dem die Übung stattfindet, ruhig und gut beleuchtet ist.
  2. Bitten Sie die Teilnehmer, sich bequem hinzusetzen und ihre Hände locker auf den Schoß zu legen.
  3. Beginnen Sie die Übung, indem Sie verschiedene Gegenstände vorstellen, die man ertasten kann. Dazu könnten zum Beispiel ein Stofftier, ein Gegenstand aus Metall oder ein Stück Obst gehören.
  4. Legen Sie jedem Teilnehmer einen Gegenstand in die Hand und bitten Sie ihn, diesen so lange zu ertasten, bis er erraten kann, um was für einen Gegenstand es sich handelt.
  5. Nachdem jeder Teilnehmer seinen Gegenstand erraten hat, können die Gegenstände zwischen den Teilnehmern getauscht werden, damit jeder eine neue Chance hat, seine taktile Wahrnehmung zu trainieren.
  6. Zum Abschluss der Übung können die Teilnehmer über ihre Erfahrungen und Gefühle während der Übung sprechen und sich gegenseitig dabei unterstützen, ihre taktile Wahrnehmung zu verbessern.