Symbolbild zur Praxisübung: Kraft bewusst dosieren: ein Handtuch falten und glattstreichen

Kraft bewusst dosieren: ein Handtuch falten und glattstreichen

Eine vertraute Alltagstätigkeit mit Aufmerksamkeit für Bewegung und Druck

Praxisartikel · Grundlagen für Sozialbetreuungsausbildungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Einleitung und Lernziele

Beim Falten und Glattstreichen eines Handtuchs kann die Person die eigene Bewegung und den eingesetzten Druck bewusst wahrnehmen. Anders als bei einer Gleichgewichtsübung steht die Kraftdosierung der Arme und Hände im Mittelpunkt. Du lernst, Bewegung zu ermöglichen, ohne Widerstand oder Leistung vorzugeben.

Fachliche Einordnung

Propriozeptive Informationen aus Muskeln, Sehnen und Gelenken tragen zur Wahrnehmung der Körperstellung und zur Dosierung von Kraft bei (Oxford Health NHS, 2014; Humber NHS, o. J.). Hautkontakt und Sehen wirken mit. Das Angebot isoliert keinen einzelnen Sinn und ist kein Krafttraining.

Zielgruppe und Planung

Gedacht für Erwachsene und ältere Menschen in der Sozialbetreuung, die Interesse am Angebot zeigen. Bei Unterstützungsbedarf werden Kommunikation, Tagesform und individuelle Vorgaben vorab berücksichtigt. Einstieg im Einzelsetting; beim Gesprächsangebot sind zwei bis vier Personen möglich.

Planungsübersicht
WahrnehmungsbereichPropriozeptives System
Orientierungsdauer5–10 Minuten; jederzeit kürzer möglich
MaterialEin leichtes, trockenes Baumwollhandtuch, stabiler Tisch, rutschfeste Unterlage und geeigneter Stuhl.
Konkretes ZielDie Person führt einen selbst gewählten Falt- oder Streichschritt aus und beschreibt oder zeigt, welches Bewegungsausmaß angenehm ist.

Vorbereitung

Beachte bestehende Bewegungsbeschränkungen, Schmerzen und therapeutische Vorgaben. Sorge für eine stabile, unterstützte Sitzposition und erreichbare Tischhöhe. Keine Zusatzgewichte oder schweren Decken verwenden.

Durchführung Schritt für Schritt

  1. Lege das leichte Handtuch offen auf den Tisch. Frage, ob die Person es falten oder nur glattstreichen möchte.

  2. Lasse sie einen vertrauten Bewegungsablauf beginnen. Unterstütze bei Bedarf durch ein Vormachen, ohne die Arme passiv zu bewegen.

  3. Lenke die Aufmerksamkeit mit einer kurzen Frage auf den Druck: „Ist das gerade angenehm oder anstrengend?“ Es gibt keine geforderte Kraftstufe.

  4. Biete eine Pause an. Wenn gewünscht, wird der gleiche Schritt in kleinerem Bewegungsumfang wiederholt. Mehr Druck ist kein Ziel.

  5. Beende, sobald die Person fertig ist oder aufhören möchte. Das gefaltete Handtuch kann einer sinnvollen Alltagstätigkeit dienen.

Anpassungen und Sicherheit

Passend zur Person gestalten

Ein kleineres Tuch und ein einzelner Faltvorgang reduzieren die Anforderung. Bei einseitiger Einschränkung wird nur ein fachlich abgestimmter, schmerzfreier Ablauf genutzt. Die Begleitung stabilisiert bei Bedarf das Material statt den Körper zu führen.

Beobachtung und Reflexion

Dokumentiere selbst ausgeführte Schritte, Pausen und Rückmeldung zur Anstrengung. Die Genauigkeit der Faltung ist nachrangig. Aus dem Ergebnis keine Muskelkraft- oder neurologische Diagnose ableiten.

Frage abschließend, ob das Angebot wiederholt werden soll. Unterscheide im Team zwischen dem, was du gesehen oder gehört hast, und deiner Interpretation. Eine gelungene Einheit kann auch darin bestehen, eine Grenze erkannt und respektiert zu haben.

Vorlage für die Umsetzung

Die Felder können hier ausgefüllt und über die Druckfunktion des Browsers gedruckt werden. Es gibt keinen Absendevorgang und keine Speicherung durch dieses Formular; beim Neuladen können Eingaben verloren gehen. Verwende Kürzel statt identifizierender Bewohnerdaten.

Zusammenfassung

  • Schwerpunkt: Propriozeptives System; weitere Sinne können beteiligt sein.
  • Die Person führt einen selbst gewählten Falt- oder Streichschritt aus und beschreibt oder zeigt, welches Bewegungsausmaß angenehm ist.
  • Beobachtungen konkret festhalten, Grenzen respektieren und das nächste Angebot gemeinsam anpassen.

Quellen und weiterführende Literatur

Die Quellen stützen die fachlichen Grundlagen. Ablauf und Umsetzungsvorlage sind redaktionelle didaktische Vorschläge; eine spezifische therapeutische Wirksamkeit dieser Übung wird nicht behauptet. Lehrplanbezug: individuelle, zielgruppengerechte Aktivierungsangebote und Reflexion.

  • BMBWF (2018): Schule für Sozialbetreuungsberufe – Organisationsstatut, Neufassung 2018. Erlass vom 5.6.2018, BMBWF-21.635/0006-BS/5/2018, MVBl. Nr. 30/2018, S. 17: Aktivierung und kreativer Ausdruck. Der Redaktion bereitgestellte Lehrplanfassung.
  • Humber NHS: Proprioception. Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).
  • Oxford Health NHS (2014): Sensory Processing. Originalquelle öffnen (Zugriff: 23.10.2026).

Redaktioneller Quellenabgleich: 23. Oktober 2026. Titelbild: KI-generierte Symbolillustration. Keine Darstellung realer betreuter Personen.

Wissen überprüfen

Worauf liegt der Schwerpunkt dieses Angebots?

Noch nicht richtig. Die Person steuert die Belastung. Zusatzgewichte oder eine Leistungssteigerung sind nicht vorgesehen. Ablauf nachlesen

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Noch nicht richtig. Beobachtung und Bewertung werden getrennt. Aus einer Einheit lässt sich keine dauerhafte Wirkung ableiten. Beobachtung nachlesen

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Zwei Single-Choice-Fragen · ohne Registrierung oder Speicherung der Antworten. Wähle eine andere Antwort, um den Selbsttest zu wiederholen.

Symbolbild: Spielidee: „Gleichgewicht halten“

Spielidee: „Gleichgewicht halten“

Beschreibung:

Das Spiel „Gleichgewicht halten“ ist ein einfaches Spiel, das darauf abzielt, die Fähigkeit zur Wahrnehmung der Körperhaltung und Gleichgewichtsfähigkeit zu verbessern. Das Spiel kann in einer Gruppe oder einzeln gespielt werden.

Anforderungen:

Eine feste Unterlage wie ein Teppich oder eine Matte

Eine Augenbinde

Optional: ein Partner, der bei Bedarf Unterstützung bietet

Spielanleitung:

Der Spieler wird gebeten, eine Augenbinde zu tragen, um seine visuelle Wahrnehmung auszuschalten.

Der Spieler sollte nun auf einem Bein stehen und versuchen, das Gleichgewicht zu halten.

Nach einer bestimmten Zeit (z.B. 30 Sekunden) wechselt der Spieler das Bein und wiederholt das Spiel.

Um das Spiel schwieriger zu gestalten, kann der Spieler versuchen, eine zusätzliche Herausforderung zu meistern, wie z.B. das Schließen der Augen, das Bewegen des anderen Arms oder das Drehen des Kopfes.

Optional kann ein Partner hinzugezogen werden, um bei Bedarf Unterstützung zu bieten.

Zusätzliche Hinweise:

Achten Sie darauf, dass die Spieler in der Nähe einer Wand oder eines Stuhls stehen, um sich bei Bedarf festzuhalten.

Dieses Spiel kann auch auf einem instabilen Untergrund wie einer Balance-Board oder einem BOSU-Ball gespielt werden, um die Herausforderung zu erhöhen.

Es ist wichtig, dass jeder Spieler das Spiel in seinem eigenen Tempo und auf seinem eigenen Schwierigkeitsgrad spielt, um Verletzungen zu vermeiden.

Symbolbild: Propriozeptive System

Propriozeptive System

Eine Übung für das Propriozeptive System für geriatrische Bewohner in einem Pflegeheim könnte folgendermaßen aussehen:

  1. Stellen Sie sicher, dass der Raum, in dem die Übung stattfindet, ruhig und gut beleuchtet ist.
  2. Bitten Sie die Teilnehmer, sich bequem hinzusetzen und ihre Augen zu schließen.
  3. Beginnen Sie die Übung, indem Sie leichte Bewegungen an verschiedenen Körperteilen der Teilnehmer vornehmen. Dazu könnten zum Beispiel leichte Berührungen an den Händen, Füßen, Armen oder Beinen gehören.
  4. Bitten Sie die Teilnehmer, ihre Augen zu öffnen und die Bewegungen nachzuahmen, die Sie an ihren Körperteilen vorgenommen haben.
  5. Nachdem jeder Teilnehmer seine Bewegungen nachgemacht hat, können Sie die Übung variieren, indem Sie schnellere oder komplexere Bewegungen vornehmen und die Teilnehmer bitten, diese nachzuahmen.
  6. Zum Abschluss der Übung können die Teilnehmer über ihre Erfahrungen und Gefühle während der Übung sprechen und sich gegenseitig dabei unterstützen, ihr propriozeptives System zu trainieren und zu verbessern.